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Ipamorelin, TB-500, CJC-1295 und GHK-Cu in Tablettenform haben keine einzige veröffentlichte Studie am Menschen. Alles, was über die Wirkung dieser Moleküle beim Menschen bekannt ist, stammt aus intravenöser oder subkutaner Gabe. Tabletten mit diesen Namen werden also verkauft, ohne dass gemessen wurde, wie viel Substanz aus ihnen ins Blut gelangt. Unten nehmen wir jedes der vier Moleküle einzeln vor und zeigen, woher die Ergebnisse stammen, von denen Sie lesen.

Warum ist ein Peptid in einer Tablette ein Problem?

Im Magen und Darm trifft ein Peptid auf dieselben Enzyme, die das Eiweiß aus einer Mahlzeit verdauen. Hinzu kommt, dass die Darmwand Moleküle dieser Größe schlecht durchlässt. Deshalb entstehen orale Peptidarzneimittel nur mit Zusatz spezieller Stoffe, die die Aufnahme erleichtern.

Das am besten untersuchte Beispiel ist Semaglutid als Tablette mit dem Zusatz SNAC. Eine Auswertung des Herstellers von 2021 gab bei empfohlener Einnahme eine Bioverfügbarkeit von 0,8 Prozent an. Von je 100 mg geschlucktem Semaglutid gelangt also weniger als 1 mg ins Blut. Den Unterschied der Dosen zwischen Tablette und Spritze zeigt der Leitfaden dazu, ob Semaglutid als Tablette oder als Spritze besser wirkt.

Tabletten mit Ipamorelin, TB-500, CJC-1295 oder GHK-Cu geben nicht an, welchen Hilfsstoff sie enthalten und welche Aufnahme erreicht wurde. Der Hersteller eines Arzneimittels musste das messen, ein Verkäufer von Kapseln hat diese Pflicht nicht.

Was ist über jedes der vier Moleküle bekannt?

Jedes der vier Moleküle hat Daten am Menschen nur nach Injektion. Die Tabelle sammelt den Verabreichungsweg aus diesen Studien und das, was darin gemessen wurde.

Molekül Studie am Menschen Verabreichungsweg Daten nach dem Schlucken
Ipamorelin gesunde Männer, 1999 intravenöse Infusion keine
CJC-1295 gesunde Erwachsene, 2006 subkutan keine
Thymosin beta-4 gesunde Freiwillige, 2010 intravenös keine
GHK-Cu Kosmetika für die Haut auf die Haut keine

Das Wort "keine" bedeutet, dass wir in der Datenbank PubMed mit Stand 10. Oktober 2026 keine solche Arbeit gefunden haben. Eine Kapsel mit einem dieser Namen ist also ein Produkt, dessen Wirkung nach dem Schlucken niemand beschrieben hat.

Was ist über Ipamorelin als Tablette bekannt?

Ipamorelin wirkt beim Menschen nach intravenöser Gabe, wie eine Studie von 1999 zeigte. Daran nahmen auf jeder von fünf Dosisstufen acht gesunde Männer teil. Jede Dosis löste einen Schub Wachstumshormon aus, der nach etwa 40 Minuten seinen Gipfel erreichte. Die Halbwertszeit von Ipamorelin betrug 2 Stunden.

1998 suchten Chemiker von Novo Nordisk nach einem Wachstumshormon-Sekretagogum, das nach dem Schlucken wirkt. Als Ausgangspunkt nahmen sie Ipamorelin und verkleinerten sein Molekül. So entstand unter anderem die Verbindung NN703, die bei Hunden eine orale Bioverfügbarkeit von 30 Prozent hatte. NN703 ist jedoch ein anderes Molekül als Ipamorelin und wird nicht als Forschungspeptid verkauft.

Die Ergebnisse von Ipamorelin in weiteren Studien sammelt der Leitfaden dazu, welche Wirkungen Ipamorelin in Studien zeigte.

Wirkt CJC-1295 nach dem Schlucken?

CJC-1295 erhöhte in einer Studie von 2006 nach einer einzelnen subkutanen Injektion Wachstumshormon und IGF-1. Das Wachstumshormon stieg auf das 2- bis 10-Fache und blieb mindestens 6 Tage erhöht. IGF-1 stieg für 9 bis 11 Tage auf das 1,5- bis 3-Fache. Die Halbwertszeit von CJC-1295 betrug 5,8 bis 8,1 Tage.

Diese lange Wirkung verdankt CJC-1295 dem angehängten DAC, das sich an ein Bluteiweiß bindet. Dieser Mechanismus setzt erst im Blut ein und hilft dem Molekül daher nicht durch den Darm. Den Unterschied zwischen den Versionen beschreibt der Leitfaden zur Wahl von CJC-1295 mit oder ohne DAC.

Was zeigten Studien zu TB-500 und Thymosin beta-4?

TB-500 ist ein kurzes Bruchstück von Thymosin beta-4, einem Eiweiß aus 43 Aminosäuren. Studien am Menschen betreffen das vollständige Thymosin beta-4 und nicht das Bruchstück selbst. In einer Studie von 2010 erhielten gesunde Freiwillige es intravenös in Dosen von 42 bis 1260 mg, einmalig oder täglich über 14 Tage. Dosisbegrenzende Nebenwirkungen wurden nicht festgestellt.

Eine chinesische Studie von 2021 gab gesunden Freiwilligen rekombinantes Thymosin beta-4 intravenös, auch über 10 Tage. Keine dieser Studien prüfte eine orale Form. Den Unterschied zwischen TB-500 und dem vollständigen Molekül erklärt der Leitfaden zu TB-500 und seinem Unterschied zu BPC-157.

Wirkt das Kupferpeptid GHK-Cu als Tablette?

GHK kommt natürlich in menschlichem Plasma, Speichel und Urin vor, und seine Menge nimmt mit dem Alter ab. Eine Übersichtsarbeit von 2015 beschreibt GHK-Cu vor allem in Kosmetika, die auf die Haut aufgetragen werden. Sie nennt dort eine bessere Elastizität und Dichte der Haut und eine Glättung feiner Fältchen.

Kupferpeptide als Tabletten sind eine andere Sache. Eine Arbeit, die GHK-Cu im Blut des Menschen nach dem Schlucken misst, haben wir in PubMed nicht gefunden. Die Wirkung auf die Haut beschreibt der Leitfaden dazu, was Studien zu GHK-Cu zeigen.

Wodurch unterscheiden sich Kollagenpeptide als Tabletten?

Kollagenpeptide sind ein Kollagenhydrolysat, also Eiweiß, das in sehr kurze Stücke zerlegt wurde. In einer Studie von 2016 erschien das Tripeptid Gly-Pro-Hyp aus einem solchen Hydrolysat nach dem Schlucken im Blut. Später wurde es auch im Urin als unverändertes Peptid nachgewiesen.

Dieses Ergebnis betrifft bestimmte Kollagenbruchstücke und nicht jedes kurze Peptid. Kollagenpeptide wirken wie ein Nahrungsbestandteil, Ipamorelin oder CJC-1295 sollen dagegen wie ein hormonelles Signal wirken. Das Ergebnis für Kollagen sagt also nichts über Kapseln mit Wachstumshormon-Peptiden aus.

Warum verkaufen wir im Shop Ampullen und keine Tabletten?

Eine Ampulle mit Lyophilisat entspricht der Form, die in Studien am Menschen verwendet wurde. Nach dem Auflösen in bakteriostatischem Wasser wird sie auf demselben Weg gegeben wie in den oben beschriebenen Arbeiten. Die Liste vergleicht beide Formen Punkt für Punkt.

Im Shop gibt es Ampullen mit Ipamorelin 10 mg Bio-Peptide für 40 EUR, CJC-1295 5 mg Bio-Peptide für 25 EUR und TB-500 10 mg Bio-Peptide für 35 EUR. Das Kupferpeptid ist GHK-Cu 100 mg Bio-Peptide für 40 EUR. Beide Wachstumshormon-Moleküle vereint in einer Ampulle Ipamorelin und CJC-1295 Combo Nouveaux für 40 EUR.

Die Zubereitung der Lösung Schritt für Schritt beschreibt der Leitfaden Peptide mit bakteriostatischem Wasser auflösen. Einen Vergleich von oraler, nasaler und sublingualer Gabe sammelt der Leitfaden zu Verabreichungswegen von Peptiden, und die häufigste Frage zu Kapseln betrifft BPC-157 oral und als Injektion. Die Produkte im Shop sind Material für die Laborforschung und kein Arzneimittel.

Häufige Fragen

Wirkt Ipamorelin als Tablette?

Es gibt keine Studie, die das beim Menschen geprüft hätte. Ipamorelin wurde beim Menschen als intravenöse Infusion untersucht, und das orale Derivat NN703 musste als anderes Molekül gebaut werden.

Gibt es Studien zu TB-500 als Tablette?

Nein. Studien am Menschen betreffen das vollständige Thymosin beta-4 als intravenöse Gabe, in Dosen von 42 bis 1260 mg in der Studie von 2010.

Kann man CJC-1295 oral einnehmen?

Daten am Menschen stammen nur aus subkutaner Injektion. Nach einer Injektion stieg das Wachstumshormon für mindestens 6 Tage auf das 2- bis 10-Fache.

Wirkt GHK-Cu als Tablette auf die Haut?

Wir haben keine Arbeit gefunden, die GHK-Cu im Blut nach dem Schlucken misst. Daten zur Wirkung auf die Haut betreffen örtlich aufgetragene Kosmetika.

Wie viel Peptid wird aus einer Tablette aufgenommen?

Für diese vier Moleküle hat das niemand gemessen. Bei Semaglutid mit dem Zusatz SNAC betrug die Bioverfügbarkeit der Tablette 0,8 Prozent.

Quellen

  1. Gobburu JV, Agersø H, Jusko WJ et al. Pharmacokinetic-pharmacodynamic modeling of ipamorelin, a growth hormone releasing peptide, in human volunteers. Pharmaceutical Research, 1999, 16(9): 1412-1416. https://doi.org/10.1023/a:1018955126402
  2. Hansen TK, Ankersen M, Hansen BS et al. Novel orally active growth hormone secretagogues. Journal of Medicinal Chemistry, 1998, 41(19): 3705-3714. https://doi.org/10.1021/jm980197u
  3. Hansen BS, Raun K, Nielsen KK et al. Pharmacological characterisation of a new oral GH secretagogue, NN703. European Journal of Endocrinology, 1999, 141(2): 180-189. https://doi.org/10.1530/eje.0.1410180
  4. Teichman SL, Neale A, Lawrence B et al. Prolonged stimulation of growth hormone (GH) and insulin-like growth factor I secretion by CJC-1295, a long-acting analog of GH-releasing hormone, in healthy adults. Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, 2006, 91(3): 799-805. https://doi.org/10.1210/jc.2005-1536
  5. Ruff D, Crockford D, Girardi G et al. A randomized, placebo-controlled, single and multiple dose study of intravenous thymosin beta4 in healthy volunteers. Annals of the New York Academy of Sciences, 2010, 1194: 223-229. https://doi.org/10.1111/j.1749-6632.2010.05474.x
  6. Wang X, Liu L, Qi L et al. A first-in-human, randomized, double-blind, single- and multiple-dose, phase I study of recombinant human thymosin beta4 in healthy Chinese volunteers. Journal of Cellular and Molecular Medicine, 2021, 25(17): 8222-8228. https://doi.org/10.1111/jcmm.16693
  7. Pickart L, Vasquez-Soltero JM, Margolina A. GHK Peptide as a Natural Modulator of Multiple Cellular Pathways in Skin Regeneration. BioMed Research International, 2015: 648108. https://doi.org/10.1155/2015/648108
  8. Overgaard RV, Navarria A, Ingwersen SH et al. Clinical Pharmacokinetics of Oral Semaglutide: Analyses of Data from Clinical Pharmacology Trials. Clinical Pharmacokinetics, 2021, 60(10): 1335-1348. https://doi.org/10.1007/s40262-021-01025-x
  9. Yamamoto S, Deguchi K, Onuma M et al. Absorption and Urinary Excretion of Peptides after Collagen Tripeptide Ingestion in Humans. Biological and Pharmaceutical Bulletin, 2016, 39(3): 428-434. https://doi.org/10.1248/bpb.b15-00624